1. Preis Seniorenzentrum in der Düsseldorfer Altstadt

Details

Verfahren

Gutachterverfahren 2008

Auslober

Aachener Grundvermögen, Rheinwohnungsbau GmbH

Platzierung

1. Preis

Projektdaten

Pflegeheim mit 7 Wohngruppen
Seniorenwohnungen

Standort

Ritterstraße, Eiskellerstraße, Düsseldorf- Altstadt

Energiekonzept

Wortmann und Scheerer, Bochum

Die Düsseldorfer Altstadt wird durch schmale Straßen mit konsequenter Blockrandbebauung geprägt. Schmale Parzellenbreiten sorgen für eine angenehme Kleinteiligkeit und lassen einen interessanten und lebendigen Straßenraum entstehen. Die neuen Gebäude des Seniorenstiftes St. Anna verstehen sich als Teil dieses „Ensembles Altstadt“. Auf betonte, formale Eigenständigkeit durch markante Baukörperformen wird bewusst verzichtet. Die Blockrandbebauung wird fortgeführt, Rhythmus und Maßstab der Nachbargebäude übernommen. Durch die Inszenierung des reizvollen Gegensatzes „enge Gassen – weiter Platz“ entstehen abwechslungsreiche Raumfolgen mit hoher Erlebnisqualität. Durch eine Neuordnung der Baukörper wird ein attraktiver Stadtplatz im Einklang mit der historischen Fassade der Kunstakademie geschaffen, auf dem sich Jung und Alt begegnen. Er kontrastiert mit seiner Großzügigkeit und Weite angenehm zu den umliegenden Gassen. Als Ersatzbau für das St. Anna Stift soll ein modernes Pflegeheim mit 7 Wohngruppen für ca. 86 Bewohner errichtet werden. Die mittig angeordnete Erschließungszone ermöglicht kurze Wege und eine gute Orientierung. Alle Flure werden durch die beiden Lichthöfe natürlich belichtet, Sitzmöglichkeiten laden zum Plaudern oder Beobachten ein. In jeder Wohngruppe ergeben sich interessante Sichtbeziehungen, z.B. in den Sinnesgarten oder der Ausblick Hilarius-Gilges-Platz. Rücksprünge in den Eingangsbereichen der Bewohnerzimmer bilden Nischen, die vom Gemeinschafts- in den Privatbereich überleiten und individuell gestaltet werden können. Durch bodentiefe Fenster ist auch bettlägerigen Bewohnern der Blick nach Außen möglich. Die Seniorenwohnungen werden getrennt vom Pflegeheim durch drei separate Treppenhäuser erschlossen. Durch die Ausführung als Dreispänner- und Laubengangtypen wird eine optimale Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die notwendigen Aufzüge erreicht.

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